Angenommener Vegetationsbrand: 120 Einsatzkräfte proben den Ernstfall
Am 4. und 5. September wurde im Raum Langballig eine zweitägige Katastrophenschutzübung durchgeführt. Rund 120 Einsatzkräfte mit 25 Einsatzfahrzeugen waren beteiligt, um die Zusammenarbeit verschiedener Einheiten bei einer länger andauernden Schadenslage zu trainieren.
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Der erste Übungstag stand ganz im Zeichen des Aufbaus und Betriebs des Bereitstellungsraumes 25 an der Grundschule Munkbrarup. Bereits ab dem Nachmittag wurde die notwendige Infrastruktur eingerichtet. Dazu gehörten unter anderem Feldbetten und Zelte, ein Anmeldebereich sowie die Versorgung der Einsatzkräfte mit Essen und Getränken. Auch die Stromversorgung der Schule wurde vollständig über eine Netzersatzanlage sichergestellt.
Nach dem Eintreffen der Kräfte der 1. Brandschutzbereitschaft wurde der Bereitstellungsraum am Freitagabend offiziell eröffnet. Betrieben wurde dieser durch die Feuerwehr Munkbrarup-Rüde gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk, Ortsverband Flensburg. Anschließend erfolgte die Einweisung in die Übungslage für den folgenden Tag.
Am Samstag wurde die eigentliche Einsatzübung durchgeführt. Angenommen wurde ein großflächiger Vegetationsbrand im Langballigholz. Die Einsatzkräfte mussten dabei unter anderem die angrenzenden Wohngebiete durch eine Riegelstellung schützen und eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindern. Gleichzeitig musste eine mögliche Evakuierung der Anwohner jederzeit gewährleistet bleiben.
Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Da im Übungsgebiet keine Hydranten zur Verfügung standen, wurde das Löschwasser über eine offene Wasserentnahmestelle in Langballigau entnommen und über eine lange Wegstrecke in das Einsatzgebiet gefördert. Zum Einsatz kam dabei unter anderem die bei der Feuerwehr Kropp stationierte Hochleistungspumpe.
Auch die Drohneneinheit der Feuerwehr Großenwiehe-Schobüll war in die Übung eingebunden und unterstützte die Lageerkundung aus der Luft.
Neben den Einsatzkräften konnten sich auch zahlreiche Gäste ein Bild von der Übung machen. Unter anderem waren Amtswehrführungen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg, Vertreter der Landesfeuerwehrschule, Mitglieder der örtlichen Politik sowie Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung aus Nordfriesland vor Ort.
Nach dem Ende des praktischen Übungsteils folgte eine gemeinsame Feedbackrunde. Dabei standen insbesondere die Kommunikation und Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten sowie die Frage im Mittelpunkt, wie sich das Konzept der Bereitstellungsräume bei länger andauernden Einsatzlagen bewährt.
Die Übung zeigte einmal mehr, dass die Bewältigung größerer Schadenslagen eine gute Zusammenarbeit über Organisations- und Einheitsgrenzen hinweg erfordert. Neben der eigentlichen Einsatzbewältigung müssen auch Führung, Kommunikation, Logistik, Versorgung und Infrastruktur funktionieren.
Bilder: Jasper Hentschel & Matz-Ole Paasch - Presseteam Kreisfeuerwehrverband Schleswig-Flensburg
Text: Jasper Hentschel - Presseteam Kreisfeuerwehrverband Schleswig-Flensburg
Letztes Update: 2026-09-09
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